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Einsatzbereiche

Die Einsatzbereiche für LINUX sind vielfältig.

Internetserver
Ein beliebtes Einsatzgebiet sowohl im industriellen als auch universitären Umfeld ist Linux in Kombination mit Apache als WWW-Server. Als Frontend auf der Clientseite arbeiten Sie wie gewohnt mit dem Netscape Navigator. Da Ihnen von all diesen Werkzeugen (ausser den kommerziellen Datenbanken) die Quellen der Software zur Verfügung stehen, können Sie beliebige Anpassung vornehmen. Email-Dienste sind inzwischen ein Alltagswerkzeug in jedem Unternehmen geworden. Linux liefert unterschiedliche SMTP-Server mit: Ihnen stehen von dem sehr weit verbreiteten sendmail bis qmail alle möglichen, relay-festen SMTP-Server zur Verfügung. Ergänzende Filtermechnanismen wie procmail arbeiten außerdem mit IMAP und POP3-Servern zusammen, um nicht nur die Zustellung, sondern auch die Abholung von Emails sicherzustellen. Im Office-Einsatz können diese Dienste z.B. mittels LDAP auch heterogenen Umgebungen zur Verfügung gestellt werden.

Gateways/Router
Linux ist für den Netzwerkeinsatz optimiert: Linux bringt von Haus aus einen kompletten TCP/IP-Stack mit, auf den Bootprotokolle wie DHCP oder bootp aufsetzen. Beide Protokolle ermöglichen die dynamische Zuteilung von IP-Adressen an Clients im Netzwerk und sichern den flexiblen Office-Einsatz. TCP/IP umfasst unterschiedliche Routing-Protokolle, die ebenfalls unter Linux verfügbar sind. Nameservices werden mit DNS/bind realisiert. Sämtliche Services liegen im Quellcode vor und können auf Sicherheit getestet und geprüft werden. Linux beherrscht ausserdem IP-basierte Mechanismen wie Masquerading, Paket-Forwarding usw. IPSec und IPv6 wird unterstützt und ergänzen den Aufbau von VPN (Virtual Private Networks) und verschlüsselten Tunneln. Linux beherrscht mit Kernel 2.2.x priority-basiertes Routing.

Intranetserver
Die Möglichkeiten, die Linux als Internetserver bietet, kommen einem Intranet ebenfalls zu Gute: Linux unterstützt Protokolle anderer Betriebsysteme und kann damit Netware-, Windows und Macintosh-Clients bedienen. Durch Samba kann Linux auf Basis des SMB-Protokolls einen NT-Domänenserver komplett ersetzen. Mit der IPX-Unterstützung (Netware) können Linux-Server (oder Clients) in ein bereits bestehendes Netware-Netz integriert werden. Auch Macintosh-Clients können die Möglichkeiten eines Print, Fax- oder Fileservers nutzen, denn Linux bietet mit der Software "netatalk" Unterstützung für das Protokoll Apple-Talk. Für die Datensicherung setzen Sie unter Linux unterschiedliche Backup-Lösungen ein. Sämtliche Dienste können ausserdem auf Basis von RAID-Systemen gelöst werden, wenn Sie eine hohe Ausfallsicherheit benötigen.

Mailserver

Firewalls und Paketfilter
Linux bietet sich bis zu einem gewissen Einsatzgrad als Firewall an. Firewalling unter Linux arbeitet auf Basis der Paketfilter ipfwadm und ipchains. Anhand von Rulesets werden Regeln aufgestellt, die Protokoll-, Dienst-, Netz-, Port- und IP-abhängig arbeiten. Pakete können fragmentiert geprüft werden. Die Regeln erlauben eine Kombination von unterschiedlich abgestuften Ge- und Verboten und können komplett protokolliert werden.

Monitoring
Für Sicherheitsanforderungen stehen Ihnen Überwachungswerkzeuge zur Verfügung, die sowohl die Erreichbarkeit eines Servers als auch die Systemintegrität überwachen. Zum Test der Sicherheit können Sie mit Diagnosewerkzeugen arbeiten, die potentielle Schwachstellen überprüfen und melden.

Verschlüsselung
Anwendern und Anwenderinnen steht in Office-Umgebungen die Möglichkeit offen, Daten verschlüsselt zu transportieren: Sicherer Email-Verkehr (PGP), digitale Signaturen oder partiell verschlüsselte Filesysteme (cryptoFS) garantieren den Schutz vertraulicher Unternehmenskommunikation.

Datenbanken
Gerade im Rahmen von Netzwerken ist nicht nur die netztechnische Schicht selbst für Entwickler wichtig: Netzwerkfähige Komponenten wie Datenbanken sind unter Linux vielfältig vorhanden: Die Anbieter Software AG (Adabas), Sybase, Oracle, Informix oder IBM (DB2) ergänzen das Angebot an freien Datenbanken wie z.B. mySQL oder Postgres. Alle Datenbanken können über die jeweilige API mit den unter Linux vorhandenen Sprachen (z.B. C, Java oder Perl) angesprochen werden.

Office-Einsatz
Linux kann für EDV-Anwender mit Officepaketen wie StarOffice oder Wordperfect inzwischen auch als Büro-Arbeitsplatz eingesetzt werden. Serverseitig bietet Linux mit Produkten wie OpenLDAP die Mglichkeit, sowohl Benutzerrechte, Nameservice, Email-Daten und Adressverwaltungen zentral mit zu verwalten und von überall zugreifbar zu halten. Unterschiedliche Szenarien können mit Linux realisiert werden: Internet-Server auf Linuxbasis mit heterogenen Clients, Intranet-Fähigkeiten mit LDAP, abgestufte Datenzugriffe mit Verschlüsselungsmechanismen und Zugriffsrechten, gemeinsames File-Sharing, zentrale Druckdienste oder organisiertes Dokumentenmanagement. Diese Fähigkeiten können beliebig mit der Netzwerktechnik kombiniert werden; z.B. über verschlüsselte Tunnel, die unterschiedliche Standorte sicher miteinander verbinden.

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